The Walking Dead – Serienreview

Am 4. Juli habe ich mich schon auf die Suche nach neuen Serien im Netz gemacht, da mich das Serien-Sommerloch doch schon arg beutelte. Fringe, How I Met Your Mother, Supernatural, The Big Bang Theory, alles schien mehr oder weniger zum selben Zeitpunkt Staffelfinale zu feiern.

Nunja, ich bin auf „The Walking Dead“ gestoßen und bin i-wie bei der Serie hängen geblieben. Aber worum geht’s?

The Walking Dead ist eine auf dem gleichnamigen Comic basierende Serie des amerikanischen Senders AMC, der sich seines Zeichens auch verantwortlich für die Serie „Breaking Bad“ zeichnet. Kyrillion hat gestern dazu auch (zufällig?) eine Review rausgehauen:

http://kyrillionsblog.wordpress.com/2012/07/10/breaking-bad/

Die Serie behandelt die altbekannte Thematik einer Zombie-Apokalypse. Haupt- Protagonist ist Rick Grimes, ein Hilfssheriff in King County. Nachdem er angeschossen wurde und geraume Zeit im Koma verbrachte, wacht er auf und findet sich selbst in einer Welt wieder, von der er hofft, dass sie nur ein Traum ist.

Parallelen lassen sich an dieser Stelle schon zu „Resident Evil Apocalypse“ und „28 Days Later“, in denen je die Protagonisten in einem scheinbar verlassenem Krankenhaus aufwachen und sich in einer von Zombies geplagten Welt wiederfinden. Andrew Lincoln (Grimes) muss man hier wirklich zu Gute halten, dass er überzeugend diese Szene spielt. Im Gegensatz zu Alice aus Resident Evil, sieht man ihm an, dass er im Koma lag und deutlich geschwächt ist. 

Allerdings wirft „The Walking Dead“ mit seinem Opener eine Frage auf – und zwar: Wie lange vermag es ein Mensch (bei geringster Anstrengung) ohne Wasser und Nahrung zu überleben (selbst wenn er am Salzlösungstropf hängt).

Google konnte mir diesbezüglich keine genau Antworten geben – gefunden habe ich lediglich:

Andreas Mihavecz lebte über einen Rekordzeitraum von 18 Tagen ohne Nahrung und Wasser, nachdem er am 1. April 1979 in eine Zelle gesperrt und dann von der Polizei völlig vergessen worden war. Er hatte sich über Tage mit dem Trinken seines Urins am Leben erhalten. Quelle: gutefrage.net

Ohne Essen soll ein absolutes Maximum von 200 Tagen möglich sein, sofern man trinkt.

Fraglich ist also, wie lange Rick Grimes tatsächlich im Koma lag, bzw wie lange er im Krankenhaus vergessen wurde.

Produziert man eine neue Zombie-Serie oder einen neuen Zombie-Film ist es nicht einfach sich NICHT bei anderen großen Filmen des Genres zu bedienen:

Dawn of the Dead
The Walking Dead – Folge 1 Staffel 1 (Krankenhaus)

Besonders gut gelungen (und ein fettes Lob damit) sind tatsächlich die Zombies. Die Kostüm- und Maskenbildner sind wirklich vom Fach und Robert Rodriguez hätte sich bei Planet Terror ruhig eine Ecke davon abschneiden können! Gerade aber bei solch ekel- und angsteinflößenden Umsetzungen, sollten die Darsteller die altbekannte Zombiefilm-Regel über Board werfen und sich zu jeder Gelegenheit eine Waffe schnappen, wo es nur geht. Rick Grimes kommt in Folge 1 verstört aus eine leerstehenden und mit Leichen übersätem Krankenhaus, läuft an leerstehenden Militärhubschraubern und Zelten vorbei und kommt nicht einmal auf die Idee sich eine Waffe zu nehmen?! Ernsthaft?! Noch nicht einmal eine Stange?! Pfff -.-‚ !!
Daryl Dixon scheint der einzige zu sein, der sich dieser Grundregel entgegensetzt und penibel jeden seiner Pfeile wieder einsammelt!

Kommen wir zu den Zombies itself:

The baddies in 28 Days Lateraren’t dead, they’re sick; they aren’t slow, they’re quick; they aren’t mindless shufflers, they’re rabid attackers. Many wondered why 28 Days Later was even categorized as a Zombie movie. A new subgenre sought to differentiate between the two with the term “Infected”. In that context, Zombies are undead shamblers, while Infecteds are sick psychotics.

In The Walking Dead handelt es sich um Zombies im eigentlichen Sinne. Zumeist langsam, die jedoch gerade in Rudeln extrem gefährlich werden können. Ferner bleiben kognitive Fähigkeiten erhalten: Zum Beispiel versuchte ein Zombie in der ersten Folge das Haus zu betreten in dem er/sie gestorben ist und betätigte dazu den Türknauf. Ein anderer Zombie kletterte über einen Baustellenzaun, wie es ein Mensch tun würde. Diese Beispiele sind jedoch eher die Ausnahme.

Kommen wir aber zurück zur eigentlichen Story. Einmal aus dem Koma aufgewacht, macht sich Rick Grimes auf die Suche nach seiner Frau und seinem Sohn. Diese Suche führt ihn schon bald nach Atlanta, wo er nach kurzen Umwegen dann auf eine Gruppe Überlebender und seine Familie trifft.

Wo wir es doch vorher schon einmal von Vergleichen mit anderen Genre-Größen hatten, hier noch einmal ein paar von mir zusammengestellt:

In Resident Evil Extinction reißt eine Gruppe Überlebender in einem Konvoi nach Alaska. In The Walking Dead werden (vergleichbar wie bei Resident Evil) Überlebende mit den letzen Funksprüchen nach Atlantagelockt mit dem Versprechen dort militärischen Schutz und Nahrung zu finden. (Alaska – Atlanta – reiner Zufall, dass das so ähnlich klingt? xD). Während sich in Resident Evil die Wagen-Kolonne fortbewegt, verharren die Überlenden in The Walking Dead noch in einem Lager und schwanken ob der Tatsache weiterzuziehen.

(Links: Wagenkolonne aus Resident Evil Extinction / Rechts: Camp Staffel 1)
Der Ritt von Rick Grimes nach Atlanta erinnerte mich wiederum an Resident Evil Apocalypse, gleich in mehrfacher Hinsicht. Zum einen scheint die Stadt primär durch einen Zugang erreichbar zu sein, ähnlich der Ravens Gate Bridge in Resident Evil. An dieser Brücke wurde eine Barrikade errichtet und militärisch der Austritt aus Racoon-City geregelt, per Infizierungs-Check. Ähnliches ist wohl in Atlanta passiert, nur umgekehrt. Hier wurde nicht das Verlassen der Stadt, sondern das Betreten der Stadt geregelt und einzelne Barrikaden errichtet. The Walking Dead hat die Idee nicht wirklich geklaut, sondern nur gesunden (militärisch-effizienten) Überlebensdrang angewendet. Allerdings ist Atlanta wohl (wie die Barrikade auf der Ravens Gate Bridge) überrannt worden.

So, hier nochmals für euch den Trailer:

Und hier den Link zum Comic (ihr könnt übrigens die ersten paar Seiten durchblättern!):
http://www.amazon.de/The-Walking-Dead-Gute-alte/dp/3936480311/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1341862428&sr=8-1

Alex

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Alex aka Sayuron (Gründer von Mitteilungsdrang) “Eigentlich ist WordPress und php gar keine Ansammlung inkompetender Kacke, sondern ich bin nur eine Ansammlung nicht anpassungsbereiter Faulheit”

4 thoughts on “The Walking Dead – Serienreview

  1. […] von euch jetzt Lust auf Zombies bekommen hat, kann ja mal in “The Walking Dead” hineingucken. Hier gehts zu meiner Review: http://www.mitteilungsdrang.de/?p=93 Sharen […]

  2. […] Zuschauer wird. Der Ein oder Andere wird sich gegebenenfalls noch an meine Lobpreisung in Bezug auf “The Walking Dead” […]

  3. […] diesen Beiträgen verschweigt Jetpack hier, dass auch meine Review zu The Walking Dead und zu Resident Evil 5 enormen Anklang […]

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