Mal testen: BiteFight

Ein mir bekanntes Spiel aus der Jugend. BiteFight gehört mit zu den Spielen, die ich am längsten gespielt habe. Besonderer Vorteil ist hier, dass man durch den Ausbau des Verstecks einen Teil seines Goldes schützen kann. Das Design hat sich allerdings stark gewandelt – was nicht zwangsläufig schlecht ist. Außerdem ist inzwischen durchaus einiges hinzugekommen. Ich habe es mal eine Woche lang angetestet.

Willkommen im Spiel

Mit einem stimmig gestalteten Menü, einigen Anzeigen für Lebenspunkte und Aktionspunkte, sowie einem detailreichen und farblich abgestimmten Hintergrund, empfängt man hier die neue Kreatur der Nacht.

Allerdings ist es etwas unüblich, dass der Spieler hier ohne Tutorial auskommen muss – es gibt keines. Das bedeutet aber nicht, dass der Spieleinstieg sonderlich schwer ist. Nach ein paar Klicks durch das Menü sollte jeder schnell herausgefunden haben, wie man sich durch dieses Spiel schlägt. Und wer dennoch Fragen hat, findet bei der Community bestimmt Hilfe.

Der Charakter

Der eigene Charakter zeichnet sich durch seine Attribute und die daraus resultierenden Fähigkeiten im Kampf aus. Die Attributpunkte können manuell vergeben werden, während Waffen und Rüstungen (die im Inventar angelegt werden können) teils einen gewissen Bonus auf ein oder mehrere Attribute geben.
Neben solchen Dingen ist es auch möglich, Talente zu erlernen, die einem im Kampf ggf. auf Dauer oder mehr oder minder spontan helfen. Neben Fähigkeiten, die bspw. dazu führen, dass die Angriffspunkte eures Gegners permanent um 4 Punkte reduziert sind (für die Dauer des Kampfes), gibt es auch Fähigkeiten, die ihr mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit im Kampf einsetzt und entsprechend euren eigenen Kampfstil verbessern.

Spielfluss

Zu Spielbeginn verfügt man über ein paar Items und schon vergebene Attributpunkte – quasi ein Starterkit. Damit kann man sich schon in die ersten Dämonen- oder Menschenjagden begeben. PvP-Kämpfe sind mit dem Start-Equipment allerdings nur begrenzt möglich. Zwar mag es sein, dass ihr viele Spieler auf eurem Level trefft, aber diese haben unter Umständen bereits an ihren Attributspunkten geschraubt. Bevor ihr euch also direkt ins Kampfgetümmel gegen andere Spieler stürzt, solltet auch ihr ein wenig eure Attributwerte verbessern.
In den Kämpfen, die der Charakter bestreitet, wird er natürlich immer wieder Lebenspunkte verlieren. Deshalb gibt es verschiedenfarbiges Gebräu in Flaschen abgefüllt beim Händler. Natürlich sind für die Lebenspunkte vorrangig die Heiltränke von Belang, aber auch hier finden sich einige Köstlichkeiten (sofern man Froschleber, Krokodilaugen o. ä. als Delikatesse erachtet), die ein wenig den Attributpunkten helfen – wenn auch nur für eine gewisse Zeit. Alle Aktivitäten, wie Jagden auf die feindliche Rasse oder Menschen, benötigen entweder Vitalitätspunkte oder Energie. Mit jeder Aktion verbraucht ihr ein paar Punkte, die sich über eine gewisse Zeit jedoch wieder erholen.

Gold erwirtschaften

Nichts im Leben ist umsonst – auch nicht der Tod, denn der kostet das Leben. Entsprechend muss natürlich dann auch der moderne Vampir für seinen Lebensunterhalt sorgen. Zwar bringt die Jagd nach den Feinden etwas Gold und teils sogar eine kleine Prämie ein, allerdings kann man hiervon auf Dauer nicht leben.
Natürlich könnte man stattdessen auch einfach ein paar Dämonen jagen gehen und auf der Karte nach und nach neue Missionen freischalten. Aber die Jagd nach Dämonen zehrt ungemein aus und ist hochgerechnet auch nicht wesentlich ergiebiger als das Jagen von Werwölfen. Allerdings gewinnt man hierbei viel neue Erfahrung.
Klassisch, aber keineswegs in Vergessenheit geraten: Die Menschenjagd. Doch Vorsicht: Auch die Menschen sind moderner geworden. Die Geschöpfe der Nacht haben bei weitem nicht mehr so leichtes Spiel wie früher. Je mehr Menschen auf einem Fleck versammelt leben, desto höher ist natürlich die Ausbeute… allerdings auch die Gefahr nicht mehr mit heiler Haut davon zu kommen.
Wer sich jedoch mit all dem wilden Getümmel nicht abgeben möchte, der kann sich als Friedhofsangestellter anwerben lassen. Der Sold ist gut und die Erfahrung ist annehmbar. Mit einer maximalen Arbeitszeit von 8h ist man natürlich vollkommen beschäftigt und kann nichts anderes mehr unternehmen, aber um ein wenig neben dem ganzen Trubel eine Pause einzulegen vielleicht gar nicht so schlecht.

… und wieder ausgeben

Wo kann man besser seine Finanzen in den Ruin treiben, als bei der Investition in das eigene Training? Richtig: Beim Shoppen in der Stadt (der Schoppen mit „sch“ ist was anderes – aber auch da kann man durchaus einiges an Moneten loswerden).
Neben dem normalen Händler, der Gegenstände und Kleidung zu wie immer völlig überzogenen Preisen verhökert, kann man sich durchaus auch einmal auf dem Markt umsehen, der quasi einem Auktionshaus gleich kommt. Hier verkaufen andere Spieler die Gegenstände, die sie nicht mehr benötigen und man findet unter Umständen schon noch das ein oder andere Schnäppchen.
Und wo wir’s doch gerade vom Schoppen hatten… natürlich darf auch eine Taverne in keiner guten Stadt fehlen. Neben Saufgelagen und anderen Aktivitäten kann man sich hier diverse Aufgaben geben lassen, die während der Jagden zu erfüllen sind – natürlich sind die Aufgaben bei Erfüllung mit Belohnungen verbunden. Und wer bei seinen Aufgaben vollständig versagt, kann sich in der Bibliothek blicken lassen. Hier gibt es nicht nur Bibliotheksausweise.
Auch wenn ein heiliges Gotteshaus für eine Kreatur der Nacht keine wirklich wohlwollende Umgebung ist, so kann man sich hier dennoch einfinden, um ein wenig beten. Für einen normalen Menschen ist ein Gebet nicht weiter schwer – doch du, als ein dunkles Wesen hast schon ein wenig mehr zu ackern, dass man dich wieder heilt.

Fazit

Ich denke ich werde das Spiel noch eine gewisse Zeit weiterspielen und mal schauen, was es noch so alles bietet. Mich persönlich hat es die eine Woche Probezeit vollkommen überzeugt – gerade auch, weil es spielbar ist, ohne ständig die äquivalente Währung zum realen Geld nutzen zu müssen. Dies gäbe zwar einen gewissen Vorteil, allerdings hält der sich dann doch soweit in Grenzen, dass es sich nur auf die PvP-Kämpfe in mäßiger Form bezieht. Bedeutet: Wer seinem Charakter gescheite Attributpunkte gegeben hat, der sollte dagegen locker ankommen (es sei denn, ein absoluter Pro-Gamer tritt gegen euch an… aber dann ist die Sache eh gelaufen, denke ich).

Game: BiteFight
Entwickler: Gameforge
Genre: RPG
Modell: Free to play (mit Shop)
Flo

About Flo

Mittlerweile schon die 20 Jahre überschritten, schlage ich mich so durch zwischen Arbeit, Sport und Games. Und nebenbei kommen dann hier noch ein paar Beiträge zustande - vorwiegend jedoch im Bereich Games. Nebenbei bin ich noch mit auf unserem Youtube-Channel tätig - wenn es die Zeit denn zulässt.

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