Bücherportale und ihre Buchgutscheine

Bereits seit 1888 herrscht in Deutschland die Buchpreisbindung vor und ich finde sie gut. Bücher sind ein besonderes Gut und deshalb in meinen Augen nicht mit CDs oder DVDs direkt vergleichbar. Den deutschen Buchhändlern scheint die Preisbindung jedoch ein Dorn im Auge gegen den großen Online-Konkurrenten Amazon zu sein. Aus diesem Grund suchen die einzelnen Händler Wege aus der Bindung.

Mängelexemplare

Ein Weg, den die Händler für sich entdeckt haben sind die sogenannten „Mängelexemplare“.

Große Kaufhäuser wie Kaufhof und Karstadt verkaufen so gut wie nur noch „Mängelexemplare“, deren Mangel rein äußerlich jedoch nur im Anbringen eines „Mangelhaft“-Stempels besteht und die Bücher zumeist in einem 1A-Zustand sind. Der größte Mangel, dem sie unterliegen ist meist der Mangel an qualitativ hochwertigem Inhalt oder zu deutsch: „Es sind einfach abartig schlechte Bücher!“.

In Buchhandlungen finden sich die Mängelexemplare meist vor der Tür und sind durchaus mal der Witterung ausgesetzt, weswegen die Deklarierung als Mängelexemplar durchaus gerechtfertigt sein kann.

Jedoch haben die Buchhandelsketten auch den Online-Vertrieb als Kanal gerade für Mängelexemplare entdeckt und bewerben fleißig in ihren Newslettern ihr großes, angeblich „begrenztes“ Sortiment an Mängelexemplaren. Ich frag mich wo das ständige Gerücht herkommt, dass Firmen wie  Weltbild, Karstadt und Andere ihre Angestellten dazu auffordern Knicke in Bücher zu machen und die Bücher so im Preis senken zu können.

Hier sei jedoch noch gesagt, dass Mängelexemplare eher unbekannte Bücher sind, die kaum über die Ladentheke gehen oder welche, die schon seit Ewigkeiten auf dem Markt sind.

Gutscheine

Ein zunehmend beliebter Weg die Buchpreisbindung zu umgehen sind dagegen Gutscheine. Weltbild, bücher.de und Thalia bombadieren mich Monat mit Monat mit neuen Gutschein-Codes, Aktions-Codes, Erinnerungen an Gutscheine und so weiter.

Ich bin Student, da sag ich natürlich zu einem 3€, 5€, 10€ oder 15€ Gutschein nicht nein. Aber i-wie kann das doch nicht rechtens sein. Bei Thalia hab ich beispielsweise oft genug nach dem Kauf eines Buches einen 5€-Gutschein in die Hand gedrückt bekommen. Dass diese Handhabe nicht den Wettbewerb verzerrt, nein sogar den Schutz des Kulturguts Buch entgegelaufen könnte, solll mir mal einer erklären?!

Ich freue mich zwar meist über die Gutscheine (gerade, da Uni-Bücher unglaublich teuer sind und meines Erachtens ein Negativbeispiel des Ausnutzen der Buchpreisbindung ist… bzw wie diese Preise gerechtfertigt sein können, leuchtet mir par tout nicht ein), sehe sie jedoch als kritisch an und man sollte sie stets mit einem gewissen Argwohn betrachten.

PS: Darüber, ob ein „Pixi“-Kalender für mich eine wirkliche Empfehlung ist, will ich mich hier nicht auslassen, aber so manchmal lob ich mir die Analyse meiner Shopping-Gewohnheiten bei Amazon, die wenigstens zu halbwegs guten Empfehlungen führt. Solche Empfehlungen, wie bei bücher.de verleiten mich nur dazu, nie bei der Seite einzukaufen!

Alex

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Alex aka Sayuron (Gründer von Mitteilungsdrang) “Eigentlich ist WordPress und php gar keine Ansammlung inkompetender Kacke, sondern ich bin nur eine Ansammlung nicht anpassungsbereiter Faulheit”

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