Windows Phone App-Test: Runtastic und Co.

Ich bin zugegebenermaßen meist etwas skeptisch, wenn es um Fitness-Apps geht, gerade aus Sicht der Gesundheit. Allerdings habe ich Anfang / Mitte August ein Event vor mir, für das ich vielleicht doch ein wenig trainieren sollte. Ich bin zwar jetzt nicht sonderlich unsportlich, aber die Sportskanone eben auch nicht.

Runtastic_TitleMir bleiben also vom Start dieses Tagebuchs aus noch etwa 9 Wochen um etwas fitter (wird das so geschrieben?) zu werden. Warum also dazu nicht mal neben dem normalen Training mal den Trainingsplan der Fitness-Apps ausprobieren? Mal schauen, was da so passiert.

Ich muss dazu sagen, dass ich einer der wenigen Windows-Phone Nutzer dieses Planeten bin, weshalb diverse Eigenschaften evtl. abweichen können. Dennoch gibt es für mein Handy von Runtastic immerhin noch die Grund-App „Runtastic“, dann noch „Runtastic Push-Ups“ und „Runtastic Squats“ – die App mit den Klimmzügen hab‘ ich mir mal nicht angeschaut, da mir hier daheim die Möglichkeit fehlt Klimmzüge zu machen. Die App „Runtastic Sit-Ups“ funktioniert leider auf meinem Handy nicht.

Ich werde das Ganze hier mal in Form eines Tagebuchs aufbauen, damit man mal schauen kann, was sich so über die Zeit hinweg daraus entwickelt. Mal schauen, ob das funktioniert.

Runtastic

Aus zeitlichen Gründen kann ich diese App nur an wenigen Tagen ausprobieren – folglich könnte es sein, dass das Ergebnis wohl nicht ganz so genau und kritisch betrachtet ausfallen wird. Aber sobald ich Zeit dazu habe, werden hierzu auch ein paar Zeilen folgen.

Dennoch lässt sich auf den ersten Blick sagen: Man wird nahezu erschlagen. Es gibt unglaublich viele Sportarten, die damit bewertet werden können. Die Funktionen sind echt immens – dennoch ist die Hauptfunktion recht leicht zu bedienen. Der kaum zu übersehende und signalgrün markierte „Start“-Button ist schnell gedrückt.

Jeder, der Angst davor hat, dass man seine Route zurückverfolgen könnte, sollte hiervon jedoch die Finger lassen, denn diese App funktioniert hauptsächlich über das GPS eines Mobiltelefons.

Ich bin wirklich gespannt, was da so kommt

Runtastic Push-Ups

Die App funktioniert eigentlich recht banal. Man positioniert sich so, wie man eben Liegestütze so macht und legt sich das Handy wörtlich dann unter die Nase. Mit jedem Liegestütz tippt man dann mit der Nase auf das Handy, um den Counter zu aktivieren. Klar kann man da viel tricksen und die App an der Nase herumführen, aber es geht schließlich um den eigenen Trainingserfolg – also wieso sollte man das dann tun.

Tag 1

Push_Ups_Day_1 „Nun gut, was kann also die App. Liegestützen zählen? Na dann, schauen wir mal!“

Die Bedienung ist am Ende recht intuitiv und wie eigentlich von Anfang an erwartet. Man sollte danach nur ggf. nach längerem Training das Handy vor dem nächsten Telefonat sauber machen – die Schweißtropfen kitzeln vielleicht im Ohr…

Dennoch war ich angenehm überrascht, dass die Funktionsweise der App nochmal erklärt wurde und auch vor der nächsten Benutzung wohl nochmal erklärt wird. Das werde ich dann wohl morgen sehen. Der Trainingsplan selbst sieht (finde ich zumindest) recht schwach aus. Die App scheint also für Leute ausgelegt zu sein, die bis dato wenig bis gar keinen Sport getrieben haben. Entsprechend sind die Sätze und Wiederholungen der Trainingseinheit auch gewichtet. Das Trainingsset an Tag 1 steht bei 2-3-4-3-2. Aber ich scheine wohl etwas über das Ziel hinausgeschossen zu sein…

Tag 2

Push_Ups_Day_2Ok, zugegebenermaßen hatte ich jetzt etwas länger Pause. Eigentlich sollte man das Training laut dem Trainingsplan alle 2 Tage machen. Ich dagegen konnte das jetzt aus Zeitgründen nicht machen, weil ich die letzten 3 Tage selbst Training hatte – und ich meine wirklich aus Zeitgründen. Das ist keine Ausrede… ach egal.

Das Set für den zweiten Trainingstag ist 3-4-4-3-2. Also durchaus machbar. Bis dato kann ich also nichts negatives über diese App berichten. Der Trainingsplan ist recht gut ausgeklügelt. Nachdem man seine „vorgeschriebene“ Übung absolviert hat, ist man frei auch noch mehr Liegestütze zu machen. Und hier muss ich sagen, dass der App vielleicht eine kleine Warnung fehlt, die einen daran erinnert, dass man nicht zu viele Liegestütze machen sollte, wenn man nicht trainiert ist. Der Wille das zu schaffen ist zwar eine Sache, aber die mögliche Schädigung des Körpers eine andere – denn schließlich sollte jeder seinen Körper respektieren und mit dem Körper arbeiten. Schließlich hat man nur einen davon.

Runtastic Squats

Bei dieser App wird recht schnell deutlich, was die kostenlose Version der App kann – oder eben auch nicht. Der einzig wählbare Level dieser App ist Level 01 – für alle anderen Level wird die „pro“-Version benötigt.

Das Interface ist mit Ausnahme der unterschiedlichen Farbpalette eigentlich identisch zu den anderen aufgebaut. Diese App zählt die Kniebeugen über den Bewegungssensor des Handys. Man hält das Handy quer vor seiner Brust in beiden Händen und macht damit dann die Kniebeugen (sieht von außen bestimmt sehr interessant aus…).

Tag 1

Squats_Day_1„Eine sehr interessante Variante – unerwartet, aber eigentlich logisch, das Handy so dafür zu nutzen.“

Auch hier ist die Nutzung des Handys für das Training recht intuitiv. Dennoch wird sie nochmal erklärt. Der Trainingsplan ist ähnlich dem der anderen – für Einsteiger gedacht. Die Schweißtropfen auf dem Bildschirm bleiben hier zum Glück aus und man kann theoretisch gesehen während der Übung nebenbei sogar noch telefonieren, da der Counter über die Bewegungssensoren gesteuert wird.

Der erste Tag sieht ein Set von 4-3-3-2 vor, also auch gerade für Einsteiger gedacht. Aber ob die App am Ende auch das bringt, was sie soll, steht noch aus. Allerdings bin ich da wohl wieder etwas über das Ziel hinausgeschossen…

Tag 2

Squats_Day_2Hier gilt gleiches: Ich hab‘ die letzten beiden Trainingstage verpasst, weil ich selbst im Training war. Natürlich könnte ich dann manuell durchzählen, was ich an Übungen im Training gemacht habe, aber das würde das Ergebnis verfälschen. Immerhin versuche ich ja herauszufinden, was die App neben meinem Training noch so bringt.

Der Satz für den zweiten Trainingstag liegt bei 5-4-3-3, also ebenfalls machbar. Und ich habe wohl wieder maßlos übertrieben. Hier ist mir jedoch heute das erste Problem aufgefallen – was durchaus eher an der Hardware des Handys liegen könnte. Die App zählt nicht richtig mit. Ich musste ein paar Kniebeugen manuell nachrichten, da sie einfach während der Übung nicht registriert wurden.Dennoch halte ich sie bis dato doch für recht brauchbar.

Flo

About Flo

Mittlerweile schon die 20 Jahre überschritten, schlage ich mich so durch zwischen Arbeit, Sport und Games. Und nebenbei kommen dann hier noch ein paar Beiträge zustande - vorwiegend jedoch im Bereich Games. Nebenbei bin ich noch mit auf unserem Youtube-Channel tätig - wenn es die Zeit denn zulässt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

You may use these HTML tags and attributes:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>